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Die Rolle des Personalmanagements während der Pandemie

von Nora Köppling

Es dürfte keine Neuigkeit sein, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen das wichtigste Gut eines Unternehmens sind. Die Pandemie hat viele Herausforderungen im Umgang mit diesen hervorgerufen. Anfangs bedeutete die Pandemie vor allem eines: Ungewissheit. Man wusste nicht wie lange uns COVID-19 begleiten würde und welche Implikationen die Krankheit für uns persönlich mitbringen würde. Mit der Zeit mussten einige persönliche Verluste hinnehmen, andere wurden mit einem Schlag der Haupternährer oder die Haupternährerin seiner oder ihrer Familie, und so weiter. Diese Umstände haben nicht nur einzelne Personen beeinträchtigt, sondern stellte die gesamte Arbeitswelt auf den Kopf, sodass das Personalmanagement eine wichtigere Rolle denn je einnahm. In diesem Blog möchten wir gerne mit Ihnen teilen, was wir im Bereich Personalmanagement aus der Pandemie gelernt haben. Diese Lerneffekte lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Gesundheit, Technologie und Kommunikation.

Gesundheit

Um die Gesundheit aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu schützen mussten wir eine Vielzahl von Massnahmen implementieren: von der Einführung der typischen COVID-19-Massnahmen hin zu Programmen für die psychische Gesundheit unseres Personals. Wir haben zum Beispiel eine Krankenschwester eingestellt, die uns nicht nur bei der Einhaltung der COVID-19-Massnahmen unterstützt, sondern auch einen grossen Beitrag zur generellen Gesundheit unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen leistet. So hat sie bei allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eine medizinische Untersuchung durchgeführt, um auf dem aktuellen Stand der Gesundheit unseres Personals zu sein und dieses dementsprechend unterstützen zu können. Nun wissen wir zum Beispiel, dass einige unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unter Bluthochdruck leiden. Die Krankenschwester kontrolliert jetzt regelmässig den Blutdruck und kann auf Unregelmässigkeiten reagieren.
Das Personalmanagement hat ausserdem ein Gesundheitsprogramm eingeführt, welches die Zusammenarbeit mit Spezialisten aus dem Gesundheitsbereich beinhaltet, um das Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnenbewusstsein hinsichtlich verschiedener gesundheitlicher Aspekte zu fördern.
All diese Massnahmen, um die Gesundheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu verbessern, waren ein wichtiger Faktor, damit sich diese gewertschätzt und wichtiggenommen fühlen.

Technologie

Natürlich war die Einführung neuer Technologien ein wichtiger Bestandteil während der Bekämpfung von COVID-19. Bei Acensblue haben wir die Arbeit vor Ort und das Miteinander mit unseren Kollegen und Kolleginnen immer sehr wertgeschätzt. Daher war die Arbeit von Zuhause eine grosse Herausforderung, nicht nur im technologischen Sinne, sondern auch im kulturellen, da die Kultur des Unternehmens stark von Events geprägt war. Diese Events mussten wir virtuell neu erfinden. Zum Beispiel haben wir die Weihnachtsfeier letztes Jahr online stattfinden lassen müssen. Wir haben online einen Talentwettbewerb gemacht, in dem unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gesungen, getanzt und geschauspielert haben. Der Gewinner hat zum Schluss einen Preis gewonnen, aber viel wichtiger: Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hatten gemeinsam Spass und konnten ihre Beziehungen untereinander stärken.

Kommunikation

Ein Lerneffekt, den wir aus der Pandemie und der Arbeit von Zuhause mitgenommen haben ist, dass Kommunikation eine extrem wichtige Rolle spielt. Wie anfangs erwähnt, brachte die Pandemie viel Ungewissheit mit sich. Durch die konstante Kommunikation mit unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wurde dieses Gefühl der Ungewissheit vermindert. Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen waren sets gut über die Unternehmenslage und die aktuellen COVID-19-Massnahmen informiert. Auf diese Weise konnte der zusätzliche Stress, dem die Mitarbeiter durch die Ungewissheit ausgesetzt waren, niedrig gehalten werden und die Produktivität hoch. Bezüglich der Produktivität ist es ausserdem wichtig, den Austausch mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aufrechtzuerhalten, um zu erfahren, wie sich diese im Home Office fühlen und welche Verbesserungsvorschläge es in dieser Hinsicht gibt. So haben wir festgestellt, dass es für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hilfreich ist, wenn wir Erfahrungswerte anderer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit ihnen teilen. Deshalb geben wir Tipps, wie man zum Beispiel Ablenkungsfaktoren eliminieren kann oder wie man die Work-Life-Balance trotz der fehlenden physischen Distanz aufrechthalten kann.

Tipps unserer Personalmanagementexpertin Aranza Portillo

Unsere Leiterin für Personalmanagement Aranza Portillo hat durch die Pandemie neue Fähigkeiten im Umgang mit Krisensituationen erlang und teilt im folgenden Tipps für Ihr Unternehmen.

  1. Folgen Sie den gesetzlichen Massnahmen: Es hört sich vielleicht offensichtlich an, wird jedoch oft unterschätzt. Die gesetzlichen Massnahmen ändern sich ständig, da sich auch ständig der aktuelle Wissensstand bezüglich der Effektivität der einzelnen Massnahmen ändert. Die gesetzlichen Vorschriften beinhaten wertvolle Information, da sie sich nicht nur auf ein spezifisches Umfeld beziehen, sondern auf landesweiten und weltweiten Erfahrungswerten beruhen. Indem man die unternehmensinternen Massnahmen immerzu auf dem aktuellen Stand behält, bleiben diese so effektiv wie möglich in der Bekämpfung von COVID-19.
  2. Geben Sie Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ein Gefühl von Sicherheit: Es gibt Massnahmen, die sich als unnütz herausstellen. Dennoch ist es wichtig nicht nur ihre Effizienz zu bewerten, sondern auch den psychologischen Effekt, den diese bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verursachen. Es kann zum Beispiel Massnahmen geben, die zwar nicht zur der Bekämpfung von COVID-19 beitragen, die jedoch eine wichtige Routine für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen darstellt.
  3. Kontinuierliches Lernen: Zu Anfang der Pandemie wurden wir mit verschiedenen Situationen konfrontiert, mit welchen wir nicht gerechnet haben. Dennoch war jede einzelne Situation wichtig für den gesamten Lernprozess wie man richtig mit den Umständen umzugehen hat.
  4. Seien Sie empathisch und kommunizieren Sie: Es ist wichtig, die Gefühle der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht geringzuschätzen. Versuchen Sie neutral zu bleiben und den Mitarbeitenden zuzuhören. Seien Sie sich der Sorgen Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bewusst und klären Sie auf um diese zu beheben.

Die Pandemie war eine Herausforderung mit vielen Lerneffekten. Sie brachte uns höhere Flexibilität in der Arbeitswelt und schärfte unser Bewusstsein für die Wichtigkeit der Gesundheit unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Mit der richtigen Ausschöpfung von Technologien und einer konstanten Kommunikation mit unseren Mitarbeitenden haben wir es geschafft, die Produktivität und Motivation dieser aufrechtzuerhalten.

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