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Die Relevanz von Employer Branding

von Nora Köppling

Was ist Employer Branding?

Employer Branding meint die Erstellung einer Marke seitens eines Unternehmens für seine Mitarbeiter*innen, ehemalige Mitarbeiter*innen und potentielle Mitarbeiter*innen mit dem Ziel Talent anzuziehen und Mitarbeiter*innen zu bewahren. Das Employer Branding kann sich in unterschiedlichen Weisen ausdrücken: Es ist das, was (ehemalige) Mitarbeiter*innen im Internet über den Arbeitgeber urteilen, wie zum Beispiel in Foren, sozialen Medien und in Kritiken auf Plattformen wie Glassdoor oder das, was diese Personen sagen, wenn sie mit Freunden und Bekannten sprechen.
In anderen Worten, Employer Branding definiert sich durch alles, was Mitarbeiter*innen über ein Unternehmen denken. Durch ein gutes Employer Branding steigt die Zahl der Kandidat*innen, die daran interessiert sind, im Unternehmen zu arbeiten. Gleichzeitig erhöht sich das Zugehörigkeitsgefühl unter den bestehenden Mitarbeiter*innen und reduziert so die Mitarbeiter*innenfluktuation.

Was ist der Wert vom Employer Branding?

In Employer Branding zu investieren kann in einer wesentlichen Kostenreduktion im Einstellungsverfahren resultieren. Das liegt daran, dass viel mehr Bewerbungen eingehen und es somit einfacher wird, geeignete Kandidat*innen für das Unternehmen zu finden. Hat man andererseits kein gutes Employer Branding, ist es schwieriger und zeitaufwendiger qualifiziertes Talent zu finden. Außerdem wird die Mitarbeiter*innenfluktuation wie gesagt reduziert, wodurch weniger Stellen zu besetzen sind und ergo weniger Personalkosten entstehen.

Wie kann ich eine Employer Brand kreieren?

Die Employer Brand wird natürlich mithilfe der Mitarbeiter*innen kreiert, da, wie bereits erwähnt, alles von ihnen abhängt. Daher ist es von großer Bedeutung, eine hohe Mitarbeiter*innenzufriedenheit zu erlangen. Einige Wege, um dies zu erreichen, lauten wie folgt: Einführung eines attraktiven Gehalts, kontinuierliches Bildungsangebot für Mitarbeiter*innen, Möglichkeit auf Boni sowie Flexibilität für die Mitarbeiter*innen. Es kann auch helfen, eine Vertrauensumgebung zu schaffen, um ehrliches Feedback des Personals zu bekommen und zu erfahren, wie sie sich bei ihrer Arbeit fühlen und wie ihre Zufriedenheit noch gesteigert werden kann.
Im nächsten Schritt sollte die Vision, Mission und Kultur des Unternehmens mit der Employer Brand, die wir kreieren wollen, angeglichen werden. Außerdem ist es wichtig herauszufinden, welcher der aktuelle Status der internen und externen Reputation des Unternehmens ist und was für das Unternehmen funktioniert und was nicht. Von dort kann eine spezifischere Strategie eingeführt werden, um die Meinungen der Mitarbeiter*innen zu verbreiten. Dabei ist es wichtig zu erfahren, was aus Sicht der Mitarbeiter*innen der Grund dafür war, eine Stelle im Unternehmen anzutreten, was die Unternehmenskultur einzigartig macht und welche Vorteile das Unternehmen für ihr Personal bereithält.

Um Perspektive zu gewinnen und eine starke Employer Brand einzuführen, beachte, welche Aspekte ein*e Kandidat*in in Erwägung zieht wenn er*sie sich entscheiden muss, ob er*sie eine Stelle annimmt oder nicht. Einige wichtige Punkte können folgende sein:
·       Unternehmenswerte
·       Unternehmenskultur
·       Standort und Umgebung
·       Vergütungssysteme
·       Weiterentwicklungsmöglichkeiten
·       Führungsstil
·       Qualität der Arbeit
·       Wertschätzung der Mitarbeiter*innen
·       Work-Life-Balance
·       Flexibilität
·       Und so weiter

Sobald eine gut definierte Employer-Branding-Strategie festgelegt ist, muss diese nur noch umgesetzt werden. Dies kann zum Beispiel auf den sozialen Medien wie LinkedIn erfolgen. Noch besser ist es, die Mitarbeiter*innen zu involvieren. Wie bereits erwähnt sind die Meinungen der Mitarbeiter*innen sehr wichtig und um diese verbreiten zu können, sollten Anreize geschaffen werden, damit diese ihre Kritik auf den jeweiligen Portalen veröffentlichen. Andernfalls können auch Videos gedreht werden, in denen Mitarbeiter*innen über ihre Erfahrungen im Unternehmen sprechen und diese auf den sozialen Medien des Unternehmens veröffentlichen. Weiterhin kann man das Employer Branding umsetzen, indem man die Sprache der Stellenanzeigen der definierten Marke anpasst und die Vorteile des Unternehmens hervorhebt.

Nichtsdestotroz ist die Umsetzung des Employer Branding hiermit noch nicht beendet. Die Marke muss jederzeit ausgeführt werden, nicht nur im Einstellungsprozess, sondern auch bei der Einarbeitung des*r Mitarbeiters*in und allen weiteren Berührungspunkten mit den Mitarbeiter*innen. Damit es Kritiken von zufriedenen Mitarbeiter*innenn gibt, muss es erst einmal zufriedene Mitarbeiter*innen geben.

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