Blog

Die fünf Tendenzen im Personalbereich in 2022

von Nora Köppling

Die Pandemie hat viele Veränderungen und Herausforderungen in der Arbeitswelt mit sich gebracht, die fundamental dazu beigetragen haben wie wir heute arbeiten. Mit der Anpassung an die Umstände und einer wachsenden Impfrate kommen wir der neuen Normalität immer näher. In 2022 wird es darum gehen, wie wir die neue Normalität mit dem Gelernten während der Pandemie gestalten. Was wird für die Zukunft bleiben und welche Aspekte kehren von unseren Gewohnheiten vor der Pandemie zurück? Diese Fragen werden wir im neuen Jahr beantworten müssen.

1.     Wohlbefinden am Arbeitsplatz

Das Wohlbefinden am Arbeitsplatz wird definitiv ein Thema sein, das in Zukunft bleiben wird, denn für viele Menschen ist dies zu einem wichtigen Aspekt bei der Wahl des Arbeitgebers geworden. Das Arbeitsklima zu verbessern, die Motivation zu fördern und Stress auf der Arbeit zu vermeiden werden Maßnahmen sein, die für die Anziehung und Bindung von Mitarbeiter*innen notwendig werden. Deshalb wird es auch erforderlich sein, Methoden zu implementieren, um Probleme der mentalen Gesundheit unter den Mitarbeiter*innen zu entdecken und die Ressourcen für die Lösung dieser bereitzustellen. Für die Vermeidung von gesundheitlichen Problem wird es Aufgabe des Arbeitgebers sein Teamarbeit und Sport zu fördern.

2.     Upskilling und Reskilling

Mit Upskilling ist gemeint, dass neue Fähigkeiten entwickelt werden, sowie bestehende Fähigkeiten gefördert, damit der*die Mitarbeiter*in seine*ihre aktuelle Position bestmöglich ausführen kann.

Reskilling, andererseits, ist die Entwicklung neuer Fähigkeiten von Mitarbeiter*innen, um neue Arbeitsstellen in einer Organisation besetzen zu können.

Upskilling und Reskilling sind zwei Weisen, um Kosten beim Einstellungsverfahren und der Einarbeitung neuer Mitarbeiter*innen zu sparen und gleichzeitig die Mitarbeiter*innenzufriedenheit während aller Etappen im Unternehmen zu stärken. Außerdem trägt es dazu bei, dass Unternehmen dynamischer und seine Mitarbeiter*innen vielseitiger werden. Upskilling und Reskilling sind zwei notwendige Maßnahmen geworden, da während der Pandemie viele neue Arbeitsstellen entstanden sind. Einige Beispiele sind Stellen für die Förderung der Gesundheit und das Wohlergehen von Mitarbeiter*innen, sowie Stellen mit Fokus auf Ethik und Umwelt und Positionen, die sich mit dem Management neuer Arbeitsweisen befassen.

Schlussendlich trägt es zum Employer Branding bei, da die Unternehmen ihren Mitarbeiter*innen auf diese Weise anbieten, gemeinsam mit dem Unternehmen zu wachsen.

3.     Mehr Diversität

Da eine neue Generation in die Arbeitswelt eintritt, werden moderne Werte bei den Unternehmen nachgefragt. Auf diese Weise fordert das junge Talent soziale und zivile Rechte ein, damit die Mitarbeiter*innen nicht aufgrund von Stereotypen anders behandelt werden, sondern lediglich ihre Persönlichkeit zählt. Dies ist vor allem für den Auswahlprozess von Mitarbeiter*innen und ihrer Evaluierung bei Feedback-Gesprächen sobald sie im Unternehmen arbeiten relevant. Außerdem möchten immer mehr Menschen bei verantwortungsbewussten Unternehmen arbeiten, die nicht nur ihre Versprechen einhalten, sondern diese übertreffen.

4.     Hybride Arbeit

Ein weiterer Aspekt, der die Pandemie überleben wird, beinhaltet neue Arbeitsweisen wie Arbeiten von Zuhause aus, teilweises Arbeiten von Zuhause und die Einführung von flexiblen Arbeitsmodellen. Die Organisationen werden sich an diese Umstände je nach ihren Bedürfnissen, der Unternehmenskultur und der Unternehmensstrategie anpassen. Es ist außerdem wichtig zu berücksichtigen welche die Erwartungshaltung der Mitarbeiter*innen ist. Bietet man flexible Arbeitsweisen an, müssen neue Arten der Zusammenarbeit und des Lernens gefunden werden. Flexibles Arbeiten zieht nicht nur neues Talent an, sondern kann auch in einer Kostenreduktion von Mieten und Ausrüstung resultieren. Virtuelle Einstellungsverfahren können dazu führen, dass Zeit effizienter genutzt wird und Bewerber*innen nicht reisen müssen. Dadurch bekommt man auch eine größere Reichweite und folglich mehr Bewerbungen.

5.     Employer Branding

Der letzte Trend für 2022 ist der Fokus auf einer besseren Employer Brand. Im letzten Blogartikel haben wir dies schon präsentiert und aufgezeigt, wie man eine solche Employer Brand einführen kann. Sollten Sie diesen noch nicht gelesen haben, klicken Sie hier.
Employer Branding wird immer wichtiger. Während der Pandemie haben viele Menschen das Verhalten der Unternehmen in der Krisensituation beobachtet, um ihr Management dieser zu beurteilen. Um neues Talent anzuziehen und Mitarbeiter*innen zu binden sollte man in Employer Branding investieren. Es gibt zum Beispiel Tendenzen, technologische Lösungen einzuführen, die den gesamten Mitarbeiter*innen-Zyklus umfassen und die Erfahrung, die Bewerber*innen und Mitarbeiter*innen machen, zu verbessern. Aber nicht nur Technologie spielt eine Rolle, sondern jeglicher Kontakt mit den Mitarbeiter*innen – von Bewerbung bis zur möglichen Einstellung und des eventuellen Verlassens des Unternehmens. Auch wenn der*die Bewerber*in letztendlich nicht für das Unternehmen arbeitet, ist es für die Außenwahrnehmung wichtig, wie sich Bewerber*innen im Einstellungsverfahren gefühlt haben.

Bedenkt man, dass sich Mitarbeiter*innen, die ausschließlich von Zuhause aus arbeiten, weniger an ein Unternehmen binden, ist es noch wichtiger gutes Employer Branding zu betreiben, um diese Mitarbeiter*innen an sich zu binden. Um sie virtuell zu integrieren können zum Beispiel Treffen, Spiele und Wettbewerbe online durchgeführt werden.

Abschließend bleibt zu sagen, dass uns ein Jahr der Neuorientierung erwartet. Wie möchten wir in Zukunft arbeiten? Welche Aspekte der Arbeitswelt in der Pandemie fanden wir gut und welche nicht? Sicherlich ist dies eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Arbeitswelt der Zukunft mitzugestalten.

Zurück